Die Angst, aufdringlich zu wirken
Viele im Network Marketing zögern beim Nachfassen. Sie haben Angst, als aufdringlich wahrgenommen zu werden. Diese Angst ist verständlich. Niemand möchte gedrängt werden, niemand möchte selbst drängen.
Doch aus dieser Angst entsteht oft das Gegenteil: gar nicht mehr nachfassen. Und das ist meist schwieriger für die Beziehung als einmal zu viel zu fragen. Kontakte verlaufen einfach im Nichts, ohne dass jemand es wirklich wollte.
Was "zu oft" wirklich bedeutet
"Zu oft" hat weniger mit der Anzahl der Nachrichten zu tun als mit ihrem Inhalt. Eine Nachricht, die nur fragt "Und, hast du schon entschieden?", wirkt schnell aufdringlich. Eine Nachricht mit echtem Bezug zur Person wirkt es kaum, selbst wenn sie die dritte in kurzer Zeit ist.
Der Unterschied liegt in der Absicht dahinter. Fragst du aus Ungeduld oder aus echtem Interesse daran, wie es der Person geht und was sie beschäftigt? Menschen merken diesen Unterschied, auch durch den Bildschirm.
Eine einfache Orientierung
Es gibt keine magische Zahl, die für jeden passt. Aber eine grobe Orientierung hilft vielen, wieder etwas Klarheit zu bekommen, statt jedes Mal neu zu grübeln.
- Erster Kontakt nach einem Gespräch: innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
- Zweiter Kontakt: nach etwa einer Woche, wenn keine Reaktion kam.
- Dritter Kontakt: nach zwei bis drei Wochen, mit einem neuen, echten Anlass.
- Danach: nur noch bei tatsächlichen Neuigkeiten oder wenn die Person sich selbst meldet.
Diese Abstände sind kein festes Gesetz. Sie sind ein Startpunkt, den du an dein Gefühl und an die jeweilige Person anpassen kannst.
Auf Signale achten statt auf die Uhr
Manche Menschen antworten schnell, manche brauchen Wochen. Achte auf Tonfall und Reaktionsverhalten, nicht nur auf den Kalender.
Wenn jemand einmal klar "Nein" sagt oder wiederholt gar nicht antwortet, ist das ein Signal. Dann hilft kein weiteres Nachfassen, sondern etwas Abstand. Ein einfacher Satz wie "Ich melde mich nicht mehr, außer du meldest dich bei mir" nimmt den Druck aus der Situation, für beide Seiten.
Struktur statt Bauchgefühl
Die größte Hürde beim Nachfassen ist selten die Häufigkeit an sich. Es ist das Vergessen, wer wann angeschrieben wurde und was beim letzten Mal besprochen war.
Wer den Überblick über viele Kontakte behält, muss weniger raten und wirkt dadurch automatisch ruhiger und sicherer. Genau an diesem Punkt kann ein Werkzeug wie Leadsupporter helfen, den Überblick über Zeitpunkte und Gesprächsverläufe zu behalten, ohne dass du dir alles selbst merken musst.
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